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News

27.04.2010

Kneipsche Güsse und Reizstrom

Suhl - Medizinische und soziale Berufe stehen bei jungen

Leuten nach wie vor hoch im Kurs. Das wurde einmal mehr beim Tage der offenen Tür am SRH-Institut für Gesundheitsberufe in der Rimbachstraße deutlich. Trotz herrlichem Frühlingswetter fanden sich zahlreiche potenzielle Auszubildende mit ihren Eltern in der Schule ein, um sich von Schulleitung, Lehrkräften und Schülern aus erster Hand über die Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren und sich in den modern ausgestatteten Fachkabinetten hautnah von der Vielseitigkeit der medizinischen und sozialen Berufsbilder zu überzeugen.

So wie Carolin Michalzik aus Rentwertshausen, die sich für eine Ausbildung zur Kinderpflegerin interessiert und mit ihrer Mutti nach Suhl gekommen war. "Die Schule macht einen sehr freundlichen Eindruck. Mir hat besonders gefallen, das man mit Auszubildenden selbst sprechen konnte", zieht sie ihr persönliches Fazit des Besuches. Ob sie sich bewerben wird, weiß sie aber noch nicht. "Ich will mich erst mal umfassend informieren."

Medizintechnik und Kunst


Christina Schöppach aus Wölferhausen bei Meiningen hat aus dem Radio vom Tag der offenen Tür in Suhl erfahren. Die Zehntklässlerin informierte sich über die Möglichkeit und die Zugangsvoraussetzungen zum Erwerb der Fachhochschulreife an der Fachoberschule Gesundheit und Soziales. "Das interessiert mich, weil man anschließend weiter darauf aufbauen kann", sagte sie.

Besonders groß war das Interesse wieder am Ausbildungsgang Physiotherapie. Im Mittelpunkt der Schülerpräsentationen standen diesmal allerdings nicht die klassischen Massagen, sondern medizinisch fundierte Behandlungen zur Muskelkräftigung bei Rückenbeschwerden. "Das wird zukünftig einen großen Teil der Arbeit des Physiotherapeuten ausmachen", weiß Fachbereichsleiterin Dagmar Kolarzik. Bei von den Schülern durchgeführten Tests konnten die Besucher die Beweglichkeit ihrer Wirbelsäule ausprobieren und Defizite erkennen. Demonstriert wurde auch die Hydrotherapie - angefangen von Kneippschen Güssen bis hin zu Elektroanwendungen unter Wasser. "Neu ist ab dem kommenden Schuljahr unser speziell auf Leistungssportler zugeschnittenes Ausbildungsangebot", ließ Dagmar Kolarzik wissen.

Zwischen den Besichtigungen der Fachkabinette konnten die Besucher künstlerische Eindrücke auf sich wirken lassen, denn eine Ausstellung mit Bildern des Künstlers Walter erhardt aus Ostheim belebt die weißen Wände der Flure. Eine Märchenstunde für die jüngsten Besucher hatten die angehenden Erzieher vorbereitet. Sie stellten eine Kneipp-Konzeption für Kindergärten vor. Zu Probestunden luden Auszubildende der Fachrichtungen Medizinisch-Technische Assistenz Radiologie, Funktionsdiagnostik und Operationsdienst in ihre mit umfangreicher Medizintechnik ausgestatteten Fachkabinette ein. Mit viel Enthusiasmus demonstrierten die Schüler, was sie bereits gelernt haben.

So wie Andrea Schubert, die im 2. Ausbildungsjahr den Beruf einer Medizinisch-Technischen Assistentin im Operationsdienst erlernt und dafür jeden Tag aus ihrer Heimatstadt Römhild nach Suhl pendelt. "Ich habe mich schon immer für einen Beruf im Krankenhaus interessiert. Nach einem Pflegepraktikum war aber klar, dass Pflege nichts für mich ist. So bin ich zum Operationsdienst gekommen", sagt sie. Bereut habe sie das bisher nicht. "Das ist ein spannender Beruf. Auch wenn man bei der Ausbildung viel lernen muss - ich kann diese Richtung nur empfehlen", sagt sie. Besonders gefällt ihr der starke Praxisbezug. Darauf wolle man auch künftig den Schwerpunkt liegen, so Schulleiter Prof. Wolf Arnold. "Die Zusammenarbeit mit dem SRH-Zentralklinikum bietet dafür beste Voraussetzungen." Am 1. August startet das neue Ausbildungsjahr.


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